Minutenlang betrachte ich nun schon dieses Schneckenhaus und mögliche Worte und Gedanken dazu schwirren mir durch den Kopf:

MUSTER.HAUS., ÜBER.WINDUNGEN., GLÜCKS.SPIRALE., SCHUTZ.HÜLLE. sind einige davon. Aber bei keinem dieser Worte bleibe ich so richtig hängen.

Noch einmal betrachte ich das Schneckenhaus und plötzlich ist da ein Gedanke, der mich innehalten lässt. Dem ich nachspüren möchte. Der Gedanke an das, was ich nicht sehe, höchstens erahnen kann: das Innen. In meinen Fingern beginnt es zu kribbeln, und ich weiß, ich habe mein Wort gefunden:

INNEN.RAUM.

Ja, auf den ersten Blick ist es ein Schneckenhaus – zugegebenermaßen ein sehr schönes. Ein architektonisches Meisterstück. Ein Schutz gegen das Eindringen, gegen den Lärm und gegen das, was trifft und was Verletzungen zufügen kann.

Aber auf den zweiten Blick ist es noch so viel mehr. Es ist auch ein Raum.
Ein INNEN.RAUM.
Ein Raum, der im Wachsen entstanden ist, der sich geformt hat – Windung für Windung, Schicht für Schicht. Entstanden im Laufe der Zeit, im Weitergehen, im Sich-Entwickeln.

Ich stelle mir vor, dass dieses Innen mindestens genauso schön ist wie das Außen. Anders, aber ebenso schön.
Dass es Schutz gibt, ohne sich zu verschließen. Ein Raum, ausgefüllt mit Leben in all seinen Facetten. Ein Innen, das nach Außen wirkt.

Und so weiß ich, dass auch mein INNEN.RAUM. wachsen darf – Windung für Windung.
Schützend und zugleich weit genug für alles, was in mir lebendig werden will. 💛